Istanbul
Hagia Sophia
Die Hagia Sophia liegt im Istanbuler Viertel Sultanahmet. Ihre große Kuppel und architektonischen Details spiegeln verschiedene Epochen der Stadtgeschichte wider.
Geschichte des Gebäudes
Die heutige Hagia Sophia entstand 532–537 unter Kaiser Justinian. Ihre Architekten waren Anthemios von Tralles und Isidoros von Milet. Nach der Eroberung Istanbuls 1453 wurde sie zur Moschee.
Der Vorgängerbau wurde 415 eröffnet und brannte beim Nika-Aufstand 532 nieder. Bei Ausgrabungen 1936 kamen Treppenstufen, Säulen und Kapitelle dieses früheren Gebäudes zum Vorschein.
Kuppel und Tragwerk
Die Hagia Sophia verbindet einen basilikalen Grundriss mit einer zentralen Kuppel. Halbkuppeln im Osten und Westen stützen die Hauptkuppel; Bögen, Gewölbe und Pfeiler ergänzen das seitliche Tragwerk.
Die Historischen Bereiche von Istanbul umfassen Bauwerke unterschiedlicher Epochen, darunter das Hippodrom und die Süleymaniye. Die Hagia Sophia gehört zu dieser UNESCO-Welterbestätte.
Mosaike und osmanische Ergänzungen
Frühe Mosaike im inneren Narthex und in den Seitenschiffen zeigen goldene geometrische und pflanzliche Motive. Figürliche Mosaike am Kaisertor, in der Apsis und der oberen Galerie stammen aus unterschiedlichen Epochen.
Die Bibliothek Mahmuds I. von 1739 besteht aus Lesesaal, Bücherdepot und Verbindungsgang. Während der Restaurierung durch die Brüder Fossati 1847–1849 schuf Kazasker Mustafa İzzet Efendi die kalligrafische Inschrift der Kuppel.
UNESCO: https://whc.unesco.org/en/list/356/ Kültür ve Turizm Bakanlığı: https://www.kulturportali.gov.tr/turkiye/istanbul/gezilecekyer/ayasofya-muzesi