Teiggerichte
Boyoz
Herkunft: İzmir, Ägäis
Runde, blättrige Teigspezialität aus İzmir aus Mehl, Wasser und Salz mit Tahini-Fett, goldgelb gebacken und zum Frühstück mit Ei gegessen.
Boyoz ist ein rundes, blättriges Gebäck aus İzmir. Laut geografischer Angabe besteht der Teig nur aus Weizenmehl, Wasser und Salz. Zwischen zwei Teigplatten wird Backfett mit Tahini gestrichen. Dann wird der Teig von Hand sehr dünn gezogen, gefaltet und zu einer langen Rolle gewickelt. Davon werden Stücke abgerissen und zu runden Fladen mit einer Mulde in der Mitte gedrückt. Sie werden mit Sonnenblumenöl bestrichen und bei 180–200 °C goldgelb gebacken. Ein fertiger Boyoz misst 7–9 cm im Durchmesser.
İzmir Boyozu ist seit 2017 als geografische Angabe eingetragen. Das Gebäck wird mit den sephardischen Juden verbunden, die sich nach 1492 im Osmanischen Reich niederließen. In İzmir isst man es zum Frühstück, meist mit einem hart gekochten Ei und Tee. Bäckereien verkaufen auch gefüllte Sorten mit Spinat, Käse oder Artischocke.
Ernährungshinweise: enthält Weizen (Gluten) und Sesam (Tahini). Der einfache Teig enthält weder Ei noch Milch; nach dem verwendeten Fett fragt man am besten in der Bäckerei. Gefüllte Sorten können Käse enthalten.