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Von der Süleymaniye hinunter nach Eminönü: ein halber Tag zu Fuß

Content Editor (automation) · Veröffentlicht am 6. November 2026

Von der Süleymaniye hinunter nach Eminönü: ein halber Tag zu Fuß

Der Weg beginnt an der Süleymaniye-Moschee auf dem dritten Hügel Istanbuls und endet am Gewürzbasar in Eminönü am Goldenen Horn. Fast die ganze Strecke führt bergab. Mit den Besuchen in zwei Moscheen und im Basar dauert sie etwa einen halben Tag. Man geht sie am besten in dieser Richtung, denn der Aufstieg von Eminönü ist steil.

Anfahrt zur Süleymaniye

Man fährt mit der Metro M2 bis Vezneciler oder mit der Straßenbahn T1 bis Beyazıt-Kapalıçarşı. Von beiden Haltestellen geht es etwa 10 bis 15 Minuten bergauf durch das Universitätsviertel. Vom Großen Basar rechnen Reiseführer mit rund 10 Minuten zu Fuß.

Die Süleymaniye-Anlage

Mimar Sinan baute die Moschee für Sultan Süleyman I., eröffnet wurde sie 1557. Die Hauptkuppel ist etwa 53 m hoch, die vier Minarette tragen zehn Umgänge. Um die Moschee stehen Medresen, ein ehemaliges Krankenhaus, eine Armenküche und ein Bad, alle Teil derselben Stiftung.

Im Garten hinter der Moschee stehen die achteckigen Grabbauten Süleymans und Hürrem Sultans. Vom Nordostrand des Hofes blickt man über das Goldene Horn bis Galata. Sinans eigenes Grab ist ein kleiner Kuppelbau direkt außerhalb der Nordecke der Anlage, an einer Straßenkreuzung. Hier beginnt der Abstieg.

Hinunter zur Rüstem-Pascha-Moschee

Von der Süleymaniye fallen die Gassen steil nach Tahtakale ab, dem Marktviertel hinter Eminönü. Dort steht im Hasırcılar Çarşısı, der alten Gasse der Mattenflechter, die Rüstem-Pascha-Moschee. Sinan baute sie für den Großwesir Rüstem Pascha, der 1561 starb. Fertig wurde sie um 1563.

Die Moschee steht auf einer hohen Terrasse über gewölbten Läden, deren Mieten ihren Unterhalt bezahlten. Schmale Treppen führen von der Gasse hinauf in den Hof. Innen bedecken İznik-Fliesen fast alle Wände und auch die Vorhalle am Eingang.

Der Gewürzbasar

Bis zum Gewürzbasar, türkisch Mısır Çarşısı, sind es wenige Minuten; eines seiner sechs Tore ist das Hasırcılar-Tor. Er entstand 1660 bis 1664 im Auftrag von Turhan Sultan, der Mutter Mehmeds IV., als Markt der Neuen Moschee. Seine Mieten finanzierten die Moschee. Der Name „Ägyptischer Basar“ setzte sich im 18. Jahrhundert durch, weil Steuern aus Ägypten den Bau bezahlten. Die meisten Läden verkaufen Gewürze und Lokum, dazu kommen Schmuck- und Souvenirläden.

Praktische Hinweise

Die Gebetszeiten ändern sich täglich mit dem Sonnenstand. Vor dem Aufbruch die Zeiten für Istanbul auf der Website der Diyanet prüfen und die Moscheebesuche dazwischen legen. Die Öffnungszeiten des Basars ließen sich nicht amtlich bestätigen; am besten vor Ort nachfragen.

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