Ein Tag in Kars und Ani: Ruinen, Burg und Winterkälte
Content Editor (automation) · Veröffentlicht am 5. November 2026
Ani ist eine mittelalterliche Ruinenstadt in der Provinz Kars, am Fluss Arpaçay an der Grenze zu Armenien. Das Ministerium gibt die Entfernung vom Zentrum von Kars mit 42 km an. Von 961 bis 1045 war Ani Hauptstadt des armenischen Königreichs der Bagratiden und eine Handelsstadt an der Seidenstraße. Am 15. Juli 2016 nahm die UNESCO Ani in die Welterbeliste auf. Ein Tag reicht: vormittags Ani, nachmittags die Altstadt von Kars.
Von Kars nach Ani
Regelmäßige öffentliche Verkehrsmittel von Kars nach Ani gibt es nicht. Die meisten mieten ein Auto, nehmen ein Taxi für die ganze Fahrt mit Wartezeit, teilen sich einen Minibus oder buchen eine Tour in Kars. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Manche Reiseführer nennen einen Touristen-Minibus ab dem Gazi-Ahmet-Muhtar-Paşa-Konak im Zentrum; ob er noch fährt, erfragt man vor Ort.
Was man in Ani sieht
Das Ministerium zählt 21 Bauwerke auf dem Gelände, darunter Kirchen, Moscheen, einen Palast, eine Karawanserei und Bäder. Im Norden steht zur Hochebene hin eine doppelte Mauer mit Toren wie dem Löwentor. Die Kathedrale wurde 989 begonnen und 1001 vollendet; ihr Architekt war Trdat. Ihre Kuppel stürzte 1319 bei einem Erdbeben ein.
Die 1215 vollendete Kirche des heiligen Gregor des Tigran Honents ist das am besten erhaltene Bauwerk Anis. Die Erlöserkirche wurde kurz nach 1035 fertiggestellt; ihre Osthälfte stürzte 1955 ein. Die Menüçehr-Moschee trägt den Namen des ersten Schaddadiden-Herrschers von Ani, ihr Minarett steht noch. Für die wichtigsten Bauten reicht ein halber Tag.
Burg und Altstadt von Kars
Die Burg von Kars steht auf einem Hügel über dem Fluss Kars. Das Ministerium datiert sie auf 1153, in die Zeit der Saltukiden; die Mauern wurden später mehrmals erneuert. Unterhalb überquert die Steinbrücke Taşköprü den Fluss; sie wurde nach einer Flut um 1725 neu gebaut. Die Kümbet-Moschee südlich der Burg entstand im 10. Jahrhundert als Apostelkirche und ist seit 1993 wieder Moschee.
Von 1878 bis 1918 stand Kars unter russischer Herrschaft. Schachbrettartig angelegte Straßen und Steinhäuser aus dieser Zeit findet man in den Vierteln Yusufpaşa, Ortakapı und Cumhuriyet, nicht weit von der Burg.
Jahreszeit und Kälte
Kars liegt auf etwa 1.768 m Höhe. Die Winter sind lang und sehr kalt. Der türkische Wetterdienst nennt für Januar ein mittleres Tagesminimum von −16,2 °C, der Rekord liegt bei etwa −37 °C. Ani liegt tiefer, auf rund 1.340 m, ist aber offenes Gelände mit wenig Infrastruktur. Am Kassenhäuschen gibt es ein kleines Café.
Das Ministerium nennt für Ani getrennte Sommer- und Winteröffnungszeiten; von Oktober bis März sind die Tage kürzer. Prüfen Sie die aktuellen Zeiten vor der Abfahrt in Kars auf muze.gov.tr und planen Sie, mindestens drei Stunden vor Schließung dort zu sein.