Ein Tag in Şanlıurfa: Balıklıgöl, Basar und Museum
Content Editor (automation) · Veröffentlicht am 4. November 2026
Die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Şanlıurfa liegen zu Fuß nahe Balıklıgöl, dem Teich Abrahams. Diese Route beginnt am Teich, führt hinauf zur Burg, durch den alten Basar und endet im Archäologischen Museum, etwa 700 m nördlich des Teichs. Sie passt in einen Tag.
Vormittag am Balıklıgöl
Der Teich ist etwa 150 m lang und 30 m breit, daneben liegt der kleinere Teich Ayn Zeliha. Nach islamischer Überlieferung ließ Nimrod Abraham an dieser Stelle ins Feuer werfen; das Feuer wurde zu Wasser, die Holzscheite zu Fischen. Die Karpfen im Teich gelten als heilig. Sie werden nicht gefangen oder gegessen, Besucher füttern sie.
Am Südufer des Teichs steht die Halil-ür-Rahman-Moschee. Eine Inschrift an ihrem Minarett datiert Bauarbeiten auf 1211–12, in die Zeit der Ayyubiden. Auch die Rızvaniye-Moschee mit Medrese liegt am Wasser; sie entstand im 18. Jahrhundert für Rıdvan Ahmed Pascha, den Gouverneur von Raqqa. Beide Moscheen werden genutzt, also auf angemessene Kleidung achten und Gebetszeiten meiden.
Hinauf zur Burg
Die Burg steht auf dem Felsen direkt südlich des Teichs. Nach gängiger Auffassung stammen die Mauern aus den Jahren 812–814 n. Chr., aus abbasidischer Zeit. Ein in den Fels gehauener Graben umgibt sie an drei Seiten. Oben stehen zwei Säulen mit korinthischen Kapitellen. Sie wurden 240–242 n. Chr. unter König Manu IX. von Edessa errichtet. Der Weg hinauf ist stellenweise steil.
Gümrük Hanı und der alte Basar
Der Gümrük Hanı liegt etwa 400 m östlich des Teichs. Er wurde im 16. Jahrhundert für Behram Pascha, den osmanischen Statthalter von Urfa, um einen einzigen quadratischen Hof gebaut. Heute füllen Teestuben den Hof. Es gibt Tee, Kaffee, Menengiç-Kaffee und Mırra, den bitteren Kaffee der Region. An der Südseite schließt der überdachte Bedesten an. In der Nähe arbeiten Kupferschmiede in ihrem eigenen Basar.
Nachmittag im Archäologischen Museum
Das Museum wurde am 24. Mai 2015 eröffnet. Seine 14 Hauptsäle folgen der Zeitleiste vom Paläolithikum bis zur islamischen Epoche. Bekanntestes Stück ist die Balıklıgöl-Statue, auch Urfa-Mann genannt, eine jungsteinzeitliche Figur, die neben der Burg gefunden wurde. Die Neolithikum-Abteilung zeigt Funde aus Göbekli Tepe und Karahan Tepe. Auf demselben Gelände steht das Haleplibahçe-Mosaikmuseum; das Amazonen-Mosaik zieht dort die meisten Besucher an.
Göbekli Tepe als halber Tag
Wer einen weiteren Vormittag oder Nachmittag hat, ergänzt Göbekli Tepe, seit 2018 UNESCO-Welterbe. Es liegt etwa 15 km nordöstlich des Stadtzentrums. Auf der Straße sind es rund 18 km, mit dem Auto 20 bis 30 Minuten. Visit Turkey hat eine eigene Seite zu dem Ort.
Praktische Hinweise
Die Öffnungszeiten von Burg und Museum ändern sich, prüfen Sie sie vor dem Besuch. Vom Museum zurück zum Balıklıgöl sind es zu Fuß etwa 700 m.