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Ein Tag in Gaziantep: Zeugma-Mosaikmuseum, Burg und Basare

Content Editor (automation) · Veröffentlicht am 2. November 2026

Ein Tag in Gaziantep: Zeugma-Mosaikmuseum, Burg und Basare

Gaziantep liegt im Südosten der Türkei. Die meisten Besucher kommen wegen zweier Dinge: der römischen Mosaiken aus Zeugma und der Altstadt rund um die Burg. Beides passt in einen Tag. Museum und Burg liegen etwa 1 km auseinander, die Basare beginnen direkt unterhalb des Burghügels.

Anreise

Der Flughafen Gaziantep liegt im Bezirk Oğuzeli, etwa 20 km von der Stadt entfernt. Direktflüge gibt es ab Istanbul, Ankara, Antalya und İzmir. Turkish Airlines fliegt ab dem Flughafen Istanbul, AJet und Pegasus ab Sabiha Gökçen. Vom Flughafen in die Stadt fährt man am besten mit Taxi oder Transfer.

Vormittag: das Zeugma-Mosaikmuseum

Zeugma war eine Stadt am Euphrat, gegründet um 300 v. Chr. von Seleukos I. Nikator. Im Jahr 2000 überflutete der Stausee des Birecik-Damms einen großen Teil davon. Rettungsgrabungen bargen vorher viele Bodenmosaiken. Sie sind heute im Zeugma-Mosaikmuseum im Bezirk Şehitkamil am Hacı Sani Konukoğlu Bulvarı zu sehen.

Das Museum wurde am 9. September 2011 eröffnet. Es zeigt mehr als 2.000 Quadratmeter römische und spätantike Mosaiken, dazu Wandmalereien, Brunnen und eine Bronzestatue des Mars. Ein großer Boden zeigt Poseidon mit den Meeresgottheiten Okeanos und Tethys. Er lag vermutlich in einem Becken oder einem Speisesaal.

Das bekannteste Stück ist das „Zigeunermädchen“, gefunden bei den Grabungen 1998. Den Namen gaben ihm die Grabungsarbeiter, wegen der geflochtenen Haare und der hohen Wangenknochen. Wen das Bild darstellt, ist unbekannt. Es hängt in einem eigenen, abgedunkelten Raum.

Nachmittag: Burg und Basare

Vom Museum sind es etwa 1 km nach Süden bis zum Burghügel. Die Burg hat 12 Türme und wurde im 6. Jahrhundert unter dem byzantinischen Kaiser Justinian umfassend ausgebaut. Drinnen zeigt ein Panorama-Museum die Verteidigung Gazianteps. Die Burg wurde bei den Erdbeben im Februar 2023 beschädigt und seitdem restauriert.

Unterhalb des Hügels liegt der Kupferschmiede-Basar. Die Meister treiben dort Töpfe, Tabletts und anderes Kupfergeschirr noch von Hand. Einige hundert Meter südöstlich steht der Zincirli Bedesten, eine überdachte Markthalle aus dem 18. Jahrhundert, gestiftet von Darendeli Hüseyin Pascha. Heute verkaufen die Läden regionale Waren, Stoffe und Kupfer. Auch zum Essen ist die Gegend günstig: Wegen seiner Küche nahm die UNESCO Gaziantep 2015 in ihr Netzwerk der Kreativstädte für Gastronomie auf.

Praktische Hinweise

Die Öffnungszeiten unterscheiden sich zwischen Sommer und Winter, daher vorher auf der offiziellen Museumsseite prüfen. Das gilt auch für die Burg, die bei den Erdbeben im Februar 2023 beschädigt und danach restauriert wurde.

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