Ein Tag in der Altstadt von Mardin: Medresen, Basar und Kloster
Content Editor (automation) · Veröffentlicht am 1. November 2026
Mardin liegt im Südosten der Türkei, nahe der syrischen Grenze. Die Altstadt zieht sich am Südhang eines Hügels über der mesopotamischen Ebene entlang. Häuser und Moscheen sind aus einheimischem Kalkstein gebaut. Diese Route deckt die wichtigsten Bauten an einem Tag ab, am Nachmittag geht es zu einem Kloster außerhalb der Stadt.
Anreise
Der Flughafen Mardin liegt im Bezirk Kızıltepe, etwa 20 km von der Altstadt entfernt. Turkish Airlines, AJet und Pegasus fliegen ab Istanbul, AJet auch ab Ankara. Ein Havaş-Bus fährt passend zu den Flugzeiten in die Stadt. Der Fernbusbahnhof liegt rund 4 km nordöstlich der Altstadt.
Vormittag: Hauptstraße und Große Moschee
Die Altstadt erstreckt sich etwa 2 km von Ost nach West entlang der Hauptstraße 1. Cadde. Der Basar liegt unterhalb, erreichbar über schmale Gassen und Treppen. Im Marktviertel steht die Große Moschee (Ulu Cami), ein Artukidenbau aus dem 12. Jahrhundert. Ihre gerippte Kuppel wurde zum Vorbild für spätere Kuppeln in Mardin. Das heutige Minarett stammt von 1888–1889.
Zurück an der Hauptstraße zeigt das Museum Mardin die Archäologie der Region. Es wurde 2000 im früheren Syrisch-katholischen Patriarchat eröffnet, einem Bau von 1895.
Mittag: Zinciriye und Kasımiye
Die Zinciriye-Medrese, auch Sultan-İsa-Medrese genannt, liegt oberhalb der Hauptstraße im Viertel Medrese. Sie stammt von 1385. Auffällig sind das verzierte Portal und die zwei gerippten Kuppeln. Von der Dachterrasse sieht man über die Ebene.
Die Kasımiye-Medrese liegt westlich außerhalb der Altstadt. Der Bau begann unter den Artukiden und wurde im 15. Jahrhundert unter dem Akkoyunlu-Herrscher Kasım vollendet. Zweigeschossige Arkaden umgeben einen Hof mit Wasserbecken. Heute ist hier das El-Cezire-Kunstmuseum untergebracht. Für den Weg Zeit einplanen oder ein Taxi nehmen.
Nachmittag: Kloster Deyrulzafaran
Das Kloster Deyrulzafaran (Mor Hananyo) liegt etwa 5 km östlich der Stadt. Das Ministerium für Kultur und Tourismus datiert es ins 4. Jahrhundert. Es ist ein religiöses Zentrum der syrisch-orthodoxen Gemeinde, hier liegen 52 Patriarchen begraben. Besichtigt wird mit Führung, angemessene Kleidung wird erwartet. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, die meisten Besucher vereinbaren mit einem Taxifahrer Hin- und Rückfahrt.
Wege und Hitze
Die Hauptstraße ist recht eben, die Gassen darüber und darunter sind steil und haben Treppen. Autos kommen dort nicht hinein. Die Sommer sind heiß: Im Juli liegt die mittlere Tageshöchsttemperatur bei etwa 36 °C. Fußwege am besten auf Vormittag und späten Nachmittag legen, den Ausflug zum Kloster in die Mittagszeit.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich, daher am Besuchstag prüfen. Die Burg auf der Hügelkuppe ist militärisches Gelände und für Besucher geschlossen.