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Ein Tag in Selçuk: Ephesos und Umgebung

Content Editor (automation) · Veröffentlicht am 30. Oktober 2026

Ein Tag in Selçuk: Ephesos und Umgebung

Selçuk ist eine Kleinstadt in der Provinz İzmir, rund 2 km nordöstlich der antiken Stadt Ephesos. Ephesos ist seit 2015 UNESCO-Welterbe. In römischer Zeit war es die Hauptstadt der Provinz Asia. Ort, Ruinen und das Dorf Şirince lassen sich an einem langen Tag besuchen.

Anreise aus İzmir

Seit 2017 fahren die Vorortzüge der İZBAN bis Selçuk, aus dem Zentrum İzmirs steigt man in Tepeköy um. Auch die Regionalzüge von İzmir nach Söke, Nazilli und Denizli halten in Selçuk. Vom Flughafen İzmir Adnan Menderes kommt man mit dem Zug direkt ins Zentrum von Selçuk. Häufige Minibusse verbinden Selçuk mit İzmir, Ephesos, Şirince und Kuşadası.

Vormittag: Ephesos

Am besten früh mit Minibus oder Taxi von Selçuk nach Ephesos fahren. Die Celsus-Bibliothek entstand um 125 n. Chr. zum Gedenken an Tiberius Julius Celsus Polemaeanus, einen Statthalter der römischen Provinz Asia. Den größten Teil vollendete sein Sohn Gaius Julius Aquila. Sie bewahrte einst fast 12.000 Schriftrollen auf.

Das Große Theater bot rund 25.000 Zuschauern Platz. Die Hanghäuser sind sechs römische Wohnhäuser mit Mosaiken und Wandmalereien, heute unter einem Schutzdach. Der antike Hafen ist verlandet und liegt heute etwa 5 km im Landesinneren. Die Anlage wird zu Fuß über Steinpflaster und Stufen besichtigt.

Mittag: Ayasuluk-Hügel und Museum

Zurück in Selçuk steht die Johannesbasilika am Hang des Ayasuluk-Hügels, unterhalb der Festung. Kaiser Justinian I. ließ sie im 6. Jahrhundert über dem mutmaßlichen Grab des Apostels Johannes errichten. Der Bau begann spätestens 548 und war bis 565 fertig. Die Ruinen sind vom Ortszentrum zu Fuß erreichbar.

Neben der Basilika steht die İsa-Bey-Moschee, 1375 von den Aydınoğulları erbaut. Vom Artemistempel, einem der sieben Weltwunder der Antike, ist nur eine Säule erhalten. Auch er ist vom Ort aus zu Fuß erreichbar.

Das Ephesos-Museum in Selçuk zeigt Funde aus den Grabungen. Es wurde 1964 eröffnet und nach einer Renovierung im November 2014 wiedereröffnet. Die Sammlung umfasst rund 64.000 Objekte aus hellenistischer, römischer und frühchristlicher Zeit. Bekanntestes Stück ist eine Artemis-Statue aus dem Artemistempel, die Funde aus den Hanghäusern haben einen eigenen Saal.

Nachmittag: Şirince

Şirince liegt rund 8 km östlich von Selçuk. Die meisten heutigen Häuser stammen aus dem 19. Jahrhundert. Ein osmanisches Register von 1650 nennt das Dorf Çirkince, 1926 benannte der Gouverneur von İzmir es in Şirince um. Am Dorfplatz steht eine Kirche. Weinberge und Obstgärten der Umgebung liefern Wein und Obst.

Vor der Fahrt nach Şirince die Abfahrt des letzten Zuges nach İzmir prüfen. Zurück nach Selçuk fahren Minibusse.

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