Ein Tag in Bursa: Moscheen, Hans und Cumalıkızık
Content Editor (automation) · Veröffentlicht am 30. Oktober 2026
Bursas Anleger in Mudanya und Güzelyalı liegen an der Südküste des Marmarameers, rund 30 km von der Stadt entfernt. Die Altstadt und das Dorf Cumalıkızık wurden 2014 gemeinsam als UNESCO-Welterbe eingetragen. Die Route beginnt im Basarviertel und endet im Dorf.
Anreise aus Istanbul
Zwei Reedereien fahren über das Marmarameer. İDO setzt Schnellfähren für Autos von Yenikapı in Istanbul nach Güzelyalı ein, knapp östlich von Mudanya. BUDO fährt mit Seebussen von Eminönü und Sirkeci nach Mudanya. Die Überfahrt dauert etwa anderthalb bis zwei Stunden.
Vom Anleger fahren gelbe Stadtbusse zur Station Emek, dort geht es mit der Metro Bursaray weiter bis Şehreküstü im Zentrum. Für diesen Abschnitt etwa eine Stunde einplanen oder ein Taxi nehmen. Mit dem Auto führt die 2016 eröffnete Osmangazi-Brücke über den Golf von İzmit, auf der Autobahn von Gebze Richtung Bursa.
Vormittag: Ulu Cami und Basar
Der Tag beginnt an der Ulu Cami, der Großen Moschee. Sultan Bayezid I. gab sie in Auftrag, der Baumeister Ali Neccar errichtete sie von 1396 bis 1399. Zwölf Pfeiler tragen 20 Kuppeln in vier Reihen zu je fünf. Unter der mittleren Kuppel, die heute verglast ist, steht ein Brunnen für die rituelle Waschung. An den Wänden finden sich 192 Inschriften von 41 osmanischen Kalligrafen.
Der gedeckte Basar, Kapalıçarşı, beginnt direkt neben der Moschee. Er entstand um einen Bedesten, der Ende des 14. Jahrhunderts als Stiftung Bayezids I. gebaut wurde. Um ihn herum wuchsen Hans und Ladenstraßen. Das Erdbeben von 1855 beschädigte den Basar, ein Brand 1958 zerstörte ihn fast vollständig. Danach wurde er restauriert.
Der Koza Han liegt zwischen der Ulu Cami und der Orhan-Gazi-Moschee. Bayezid II. gab ihn 1490 in Auftrag, 1491 wurde er eröffnet. Er war ein Zentrum des Seidenhandels, den Namen gaben ihm die Seidenkokons (koza). Mitten im Hof steht auf acht Pfeilern ein kleiner achteckiger Gebetsraum, darunter ein Brunnen für die rituelle Waschung. Heute gibt es hier Seidenläden, Cafés und Teegärten, viele kommen zum Frühstück mit Tee.
Mittag: Grüne Moschee und Grünes Mausoleum
Mit Taxi oder Bus geht es in das Viertel Yeşil im Osten Bursas. Der Bau der Grünen Moschee begann 1412 für Sultan Mehmed I., ihre Ausstattung war 1424 fertig. Die Bauleitung hatte der Wesir Hacı İvaz Pascha. Den Namen verdankt sie den grünen und blauen Fliesen im Inneren. Eine Inschrift schreibt sie Meistern aus Täbris zu.
Das Grüne Mausoleum, die Grabstätte Mehmeds I., steht auf einer Anhöhe gegenüber der Moschee. Sein Sohn Murad II. ließ es bauen, 1421 war es fertig. Die meisten Außenfliesen wurden nach dem Erdbeben von 1855 durch Fliesen aus Kütahya ersetzt. Innen zeigt der gekachelte Mihrab Rosen, Nelken und Hyazinthen. Zum Mausoleum führt ein kurzer Anstieg.
Nachmittag: Cumalıkızık
Cumalıkızık liegt rund 10 km östlich des Zentrums am Fuß des Uludağ. Das Dorf wurde in frühosmanischer Zeit als Stiftungsdorf gegründet. Es hat 270 geschützte Gebäude, rund 180 davon sind noch bewohnt. Die Häuser haben zwei oder drei Geschosse, ein Holzgerüst und Obergeschosse, die über die Gasse ragen. Motorfahrzeuge dürfen nicht ins Dorf. Viele Besucher kommen zum Frühstück oder Mittagessen.
Wer am selben Tag nach Istanbul zurückfährt, sollte die Abfahrt der letzten Fähre vorher prüfen. Für den Weg von Cumalıkızık ins Zentrum und weiter zum Anleger genug Zeit einplanen.